Lifestyle

Fake Instagram: Follower kaufen & Like-Bots

29. März 2017

Wenn ich morgens, anstatt die Zeitung aufzuschlagen, meinen Facebook Feed refreshe, sehe ich im Moment fast täglich Diskussionen zum Thema Instagram. Fake Follower hier, Like-Bots da… es scheint so, als würde sich meine gesamte Facebook Freundesliste nur noch über dieses Thema unterhalten. Obwohl ich in solchen Belangen viel lieber eine passive Mitleserin bin, möchte ich heute mal meinen ‚Senf‘ dazugeben. Es ist einfach viel zu aktuell, interessant und teilweise sogar so traurig, dass es schon wieder lustig ist.

Instagram damals & Instagram jetzt

Instagram ist für mich eine Inspirations-Plattform. Ich folge Menschen, die ich inspirierend finde, like Bilder, die mir gefallen und ab und zu kommentiere ich auch. Wenn es eine Social Media Plattform gibt, die mir am meisten gefällt, dann ist es Instagram. Gestartet habe ich auf Instagram mit „Snapshots“ von meinem Alltag: Schnell ein Foto von meinen Schuhen (= from where I stand) gemacht, den Valencia Filter drübergegeben und gleich gepostet. So schnell und unkompliziert war’s damals. Schon verrückt, wie sich die Plattform in nur wenigen Jahren entwickelt hat, oder?

Es ist ganz natürlich, dass Menschen auf Zahlen fixiert sind. Jeder freut sich über Anerkennung: Ein netter Kommentar und einige Likes… das fühlt sich einfach gut an! Aber was, wenn keine Reaktion kommt? Was, wenn man regelmäßig postet und sich wirklich bemüht, aber die Follower und Likes auf sich warten lassen?

Keine Likes & Follower? „Dann kaufe ich sie mir eben!“

Immer mehr Instagramer kaufen sich Likes und Follower. Besser gesagt: Erschreckend viele tun das! (Woher ich das weiß? Weiterlesen – gleich kommen wir dazu!). Es scheint, als wäre man mittlerweile echt etwas Besonderes, wenn man das nicht tut. Doch dass sich Leute Follower auf Instagram kaufen, ist nichts Neues. Follower kaufen war damals, jetzt gibt es einen neuen Trend, der mindestens genauso schrecklich ist: Automatisierte Like-Bots und Kommentare.

Eine der vielen Instagram Bot Seiten, beschreibt einen Instagram Bot (Abkürzung für ‚Robot‘ – Roboter) wie folgt: „It generates attention to your Instagram profile by automating the liking process. This powerful web-based tool helps you get likes and followers on Instagram on autopilot.“

Eine Message an alle Fake-Instagramer

Es ist das Gesprächsthema Nummer eins auf allen Blogger-Events und auf diversen Blogs: Wer ist dem Like- und Follower-Wahn verfallen und Teil dieser absolut absurden Sache geworden? Wer ist überhaupt noch „echt“? Wer war noch nie „echt“?

Meine lieben Fake-Instagramer und Like-Bot-Benutzer: Glaubt ihr wirklich, dass das die anderen nicht mitbekommen? Glaubt ihr wirklich, dass es nicht auffällt? Es geht mir gar nicht um die veränderte Followerzahl. Was viel mehr auffällt sind die Aktivitäten der Instagram Accounts. Einen Like-Bot-Benutzer kann man ganz einfach enttarnen, in dem man in der Instagram-Menüleiste auf das kleine Herz-Symbol klickt und dann das Untermenü „Abonniert“ anklickt. Dort sieht man die letzten Aktivitäten der gefolgten Accounts. Julia gefällt ein Blumen-Bild von Sophie, Eva gefällt ein Outfit-Bild von Ursula… das ist ja alles noch ganz normal. Doch dann gibt es ein paar Accounts, die mir regelmäßig auffallen (und es werden immer mehr!).

Da wird mal ein sehr schlechtes Bild eines Katzenfutters mit gefällt mir markiert, dann bekommt das Hundefoto eines Thailänders plötzlich sein erstes Like von einer österreichischen Bloggerin. Ja, liebe Fake Instagramer: Das fällt auf!

Aber es sind nicht nur Blogger oder so genannte Influencer, die von solchen Bots Gebrauch machen. Auch Online Shops und Hotels liken plötzlich (rund um die Uhr!) eigenartige Bilder von Accounts, denen sie niemals folgen würden. Was ich mit „eigenartige Bilder“ meine? Seht selbst:

likebot

Influencer Marketing: Wie finde ich die Richtigen?

Ja, die soziale Medienwelt kann oft alles andere als sozial sein. Es gibt einen Haufen Influencer da draußen und den richtigen Influencer zu finden, ist oft nicht leicht. Vor allem, wenn 50% davon um 10€ im Monat ihre Zahlen ein wenig aufhübschen. Wie soll man sich da noch auskennen?

Eine Regel in Sachen Influencer Marketing: Es geht nicht immer nur um die Zahlen! Ein Influencer mit vielen Followern kann für eine Kampagne oft weniger geeignet sein, als ein nicht so bekannter Influencer, der allerdings tollen Content produziert und treue (wenn auch wenige) Follower hat.

1. Social Balde Statistiken ansehen

2. Interaktionen der geposteten Bildern checken: Passt das Verhältnis von Followern & Likes/Kommentaren?

3. Qualität > Quantität

4. Instagram Aktivitäten prüfen: Ist ein Like Bot im Spiel?

How to read Social Blade – ein Guide von Marion Vicenta Payr (Ladyvenom)

1. Search for the username you want to check.

2. Forget the first tab („User Summary“), but click on the link for the second tab called „Detailed Stats“!

3. Don’t just look at the Followers Graph, but the correlation with the Followings Graph.

3. In this example the user has a follow-unfollow bot running on his account. His bot follows a couple of hundred accounts daily and unfollows them again if they don’t follow back. Then the bot follows them again and unfollows again, etc. – it’s all automated and costs next to nothing.

Bildschirmfoto 2017-03-28 um 15.15.37

With this bot (+the usage of a like bot, which you unfortunately can’t see on Socialblade, but I’ll get to that in my next lesson) this user has pushed his Instagram account from 0 to 24.000 followers!

This account’s engagement rate is at about 2-4%, but it falls when he pauses his bot.

Lessons learned:
* The Followers Graph alone says nothing about the integrity of an Instagramer.
* Follow-Unfollow bots can be uncovered on socialblade by checking the „Followings Graph“ (and believe me when I say those are used by way too many „Influencers“).
* The engagement rate also isn’t an indicator for cheaters.

 

Klar, wer schnell viele Follower und Likes haben möchte, kann sich diese kaufen. Aber glücklich wird man damit nicht. Im Endeffekt sind es nämlich fake Profile, die sich weder für den Account interessieren, noch überhaupt lange abonniert bleiben. Wer wirklich treue Follower haben möchte und eine Community aufbauen will, sollte realisieren, dass das von heute auf morgen einfach nicht möglich ist. Viel Geduld und ansprechender Content sind die zwei Geheimzutaten zu einem erfolgreichen Instagram Auftritt und einem nachhaltigen Wachstum an Followern.

#MakeInstagramGreatAgain

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31 Comments

  • Reply liebe was ist 29. März 2017 at 15:42

    liebe Anna, ich finde es mal wieder super, dass du dieses doch ernst zu nehmende Thema ansprichst.
    inzwischen scheint Instagram bzw. seine Nutzer nur darauf aus zu sein, die meisten Likes und Follower zu bekommen – das was früher einmal war, nämlich eine Plattform zum sozio-medialen Austausche ist lange nicht mehr :/
    aber ich sehe es eben genauso wie du… was bringen einem diese unechten Likes und Follower, wenn dabei der eigentliche Spaß und der Austausche veloren gehen?
    man kann nur hoffen, dass Instagram diese Fake-Profile weiterhin aufdeckt und löscht!

    hab eine tolle Wochenmitte meine Liebe,
    ❤ Tina
    http://liebewasist.com

  • Reply Sophie 29. März 2017 at 16:00

    Super interessanter Beitrag Anna! Bin da voll und ganz deiner Meinung und nur zu oft hab ich mich über so manche Leute schon geärgert ;) Der Guide von Ladyvenom ist echt klasse und kannte ich noch garnicht – hab gleich bei ein paar Leuten geschaut, ist ja wirklich erschreckend!

    Liebe Grüße,
    Sophie

  • Reply Stephanie Drexler 29. März 2017 at 16:13

    Liebe Anna!
    Ich kann dir bei diesem Thema nur voll und ganz zustimmen. Ich finde diese ganze Entwicklung auf Instagram extrem bedenklich, denn ich habe das Gefühl, dass es immer schlimmer wird. Ich habe einen kleinen Account mit nur 2000 Followern und merke es einfach tagtäglich. Der follow-unfollow Wahnsinn und die teilweise extrem unpassenden Kommentare finde ich so lächerlich. Und vor allem nimmt es einem auch ein bisschen den Spaß an Instagram.
    ich selbst habe auch zwei Blogposts zu diesem Thema auf meinem Blog verfasst. Der eine heißt „follow for follow?“ und der andere „Instagram Typen Teil 1 – der Entrepreneur“. Wenn es dich interessiert, würde ich mich freuen, wenn du auf meinem Blog (https://stephidrexler.com/) vorbeischauen möchtest.
    x
    Stephi

    • Reply Anna-Laura Kummer 29. März 2017 at 16:24

      Hallo Stephi,

      ich kann dich voll verstehen. Ich finde es schlimm, wie sich manche einfach in die Influencer- und Bloggerwelt „hineinkaufen“, während andere ihr bestes geben, um so natürlich wie möglich an Follower zu kommen. Viele meiner Blogger-Freunde haben die Finger von solchen Methoden gelassen und sind (im Vergleich zu den „followerkaufenden“ Kollegen) ganz langsam unterwegs. Es dauert einfach ewig, sich eine Community aufzubauen und die Geduld muss man einfach haben. Schade nur, wenn man dann mitansehen muss, wie jemand mit einem Mausklick das erreicht, wofür man selbst jahrelang „gearbeitet“ hat…

      Alles Liebe,

      Anna

  • Reply Susanna 29. März 2017 at 16:24

    Hey Anna!
    danke für den tollen Post der vielleicht einigen die Augen öffnet :)
    traurig, dass heut zutage für viele nur mehr ‚zahlen‘ zählen, anstatt der Mensch dahinter..

    anmerken sollte man vielleicht aber auch, dass es mal zu einem ‚rasanten‘ follower anstieg durch ein besonderes bild oder gewinnspiel kommen kann & dass das nicht immer gleich bedeutet man hätte sich mal eben 100 follower gekauft . :)

    weißt du wie das mit dem Ranking (A,B,C,D,F) funktioniert? verhältnis von likes / followern? schneller followeranstieg? wie kommt diese Note zu stande wäre interessant :)

    • Reply Anna-Laura Kummer 29. März 2017 at 16:45

      Hallo Susanna,

      das Gewinnspiel-Beispiel stimmt! Kann man gerade bei kleineren Accounts dann auf Social Blade immer gut beobachten. Mein Shop Account Annalauraloves hat zum Beispiel große Sprünge, immer wenn ein Gewinnspiel stattgefunden hat!

      Hier ein Statement von Social Bladed zum Thema Ranking: „Someone could have a bazillion subscribers that they cheated to get without having any actual views. The SB ranking system aims to measure a channel’s influence based on a variety of metrics including average view counts and amount of „other channel“ widgets listed in.“

      Alles Liebe,

      Anna

  • Reply Verena 29. März 2017 at 17:24

    Auf Instagram habe ich Wind von deinem Beitrag bekommen und bin so auf deinen Blog gestoßen. Es ist soooo wahr was du schreibst und ich finde es toll, dass endlich einmal jemand offen darüber spricht! Weiter so!
    Der beste Satz (den sich viele, und damit meine ich leider auch mich selbst, mehr zu Herzen nehmen sollten): „Wer wirklich treue Follower haben möchte und eine Community aufbauen will, sollte realisieren, dass das von heute auf morgen einfach nicht möglich ist“
    Liebe Grüße:)

  • Reply Pia 29. März 2017 at 18:39

    Liebe Anna,

    vielen Dank für den tollen Blogpost! Leider verstehe ich noch nicht ganz, warum man das an der Aktivität der Instagrammer sehen kann. Würde ich mir Follower und Likes kaufen (was natürlich schwachsinnig ist), dann würde ich denen ja nicht zurück folgen oder sogar Bilder liken. Sonst hätte ich ja nicht so viel Geld zahlen müssen. Deswegen würdest du anhand meiner Aktivität niemals sehen, dass die gekauft sind. Oder verstehe ich das falsch? Irgendwo habe ich sicher einen Denkfehler :/

    Liebe Grüße,
    Pia

    • Reply Anna-Laura Kummer 29. März 2017 at 19:00

      Hey Pia,

      die mit „gefällt mir“ markierten Bilder beziehen sich nicht auf’s Follower kaufen. Wenn jemand Like Bots (also automatisierte Like-Roboter) kauft, dann liket dieses Programm ständig irgendwelche Bilder, um auf deinen Account aufmerksam zu machen. Und dieses Verhalten (die vielen Likes) sieht man dann in den Aktivitäten auf Instagram.

      Verstehst du, was ich meine? :)

      Alles Liebe,

      Anna

  • Reply Elisabeth 29. März 2017 at 19:55

    Hallo Anna,

    Toller Post und gut, dass das mal jemand anspricht! Ich kanns ja irgendwie verstehen – mich deprimierts ja auch wenn ich seh‘ wie mir tagtäglich meine mühsam „gesammelten“ +/-10 follower wieder abhauen, aber ich wär trotzdem noch nicht auf die Idee gekommen mit bots nachzuhelfen…
    Ich kenne auch genug Privatprofile die bei Followerzahlen nachhelfen, wirkt nur sehr traurig wenn bei 5.000 Followern dann schlappe 60 likes rauskommen 😁

  • Reply Dominique 29. März 2017 at 20:07

    Sehr interessanter Beitrag. Gut gemacht. 👍🏼☺

  • Reply Lila 29. März 2017 at 21:48

    Mein Instagramaccount ist etwas, sagen wir schleppend. Ich poste jeden Tag und gebe mir echt viel Mühe bei jedem einzelnen Foto, trotzdem bleibt meine Followerzahl niedrig. Dann gibt es andere Accounts, mit qualitativ schlechteren Fotos etc und die Follower, mehrere Tausend. Es ist echt irgendwie unfair, wenn man bedenkt, dass andere mehr Arbeit in etwas stecken und weniger zurück bekommen. Ich finde es traurig, dass es sowas wie Fake Follower etc. gibt. Ist das nicht auch eigenetlich mit Grundsätzen wie Ehrlichkeit gar nicht mehr vereinbar?
    Liebe Grüße Lila

    • Reply Mama geht online 30. März 2017 at 12:49

      Hallo Lila
      Ich gebe mir auch sehr viel Mühe auf meinem Blog wie auf Instagram und es ist schon schade, wenn der „Erfolg“ nur schleppend kommen. Aber alle Follower und alle Leser, die mir folgen und das lesen was ich schreibe, sind ehrlich und ich habe sie mir „erarbeitet“. Und darauf bin ich stolz! Man hat doch eine Art Beziehung zu den Followern. Und Bots bauen mich nicht auf, wenn es mir schlecht geht und geben auch kein ehrliches Feedback. Und genau das möchte ich doch. Echte Menschen, die es wertschätzen, was ich mache. Auch, wenn es nicht zehntausende sind.
      LG Anke

      • Reply Anna-Laura Kummer 30. März 2017 at 13:02

        Super Kommentar! Vielen Dank – du hast es auf den Punkt gebracht!

  • Reply Christina 29. März 2017 at 23:27

    Sehr schön gesagt liebe Anna.
    Ich merke es ja an mir selbst wie man manchmal Content produziert und mega stolz ist und es voll super findet, es aber einfach nicht so ankommt. Ich kann schon verstehen warum manche Leute sich Follower und Likes kaufen. Ich würd nur halt selbst nicht darauf rein fallen. Denn genau ich weiß ja, wenn ich mir Follower etc kaufe – where’s the sense behind that?

    Liebe Grüße
    Christina

  • Reply Sandra Slusna 30. März 2017 at 6:23

    Wirklich toller Beitrag liebe Anna! Danke für die vielen Informationen und diesen ausführlichen Text. Mir folgen oft merkwürdige Seiten und kommentieren unter meinen Bildern… Ich habe zwar sehr sehr wenige Follower noch, aber bemühe mich wahnsinnig. Vor allem über Nacht habe ich -10 – 15 Follower, was mich auf eine Seite schon deprimiert, da mein Account in letzten zwei Wochen gar nicht gewachsen ist, aber auf andere Seite bin ich froh, dass mir solche Accounts nicht mehr folgen, auch wenn sie das am nächsten Tag dann wieder tun… Ich folge auch nur Seiten, die mich interessieren und like Bilder, die mir gefallen, dazu ist ja Instagram da oder? <3 Ich finde auch deinen Feed besonders schön :)
    Liebe Grüße,
    Sandra / http://shineoffashion.com

  • Reply lesfactoryfemmes 30. März 2017 at 8:13

    Toller Artikel!!! Die hitzigen Diskussionen finden wir wirklich angebracht und es ist an der Zeit gewesen diese Dinge mal offen anzusprechen. Es ist nun mal nicht so einfach sich seine Community aufzubauen. Das dauert! Aber auch die Brands müssen endlich sehen, dass nicht alles immer echt ist was sie sehen. Man muss schon bisschen genauer hinsehen aber viele kennen sich nicht aus oder machen sich die Mühe nicht? Keine Ahnung, wir hoffen, dass es bald wieder besser wird <3 Alles Liebe xx D&L

  • Reply Doris Prohaska 30. März 2017 at 8:23

    Hallo liebe Anna,
    danke für den Post. Ich denke, dass ist das übliche Thema Quantität vs Qualität, was jetzt auch die Blogszene spürt bzw viel Unwissenheit bei der Zahleninterpretation auch bei den Kooperationspartner bzw Marketern herrscht. Ich fand es schon vor 2 Jahren komisch, wenn Kooperationen mit Blogs abgewickelt wurden die zwar eine gigantische Zahl an Pageviews hatten, die aber wiederum in keinem Verhältnis zu den Unique Visiters standen bzw bei genaueren hinsehen die Absprungrate unter einer Sec liegt. Kein Mensch kann unter einer Sec einen von einem Blogger liebevoll umgesetzten Text lesen. Aber was soll’s die Welt dreht sich weiter und weil Unwissenheit herrscht reden plötzlich permanent alle von Follower, obwohl Follower ja relativ ist, weil meine Generation an LeserInnen sind LeserInnen und folgen nicht gerne, dafür aber lesen sie regelmäßig und befinden sich lange am Blog, das ist nur schaffbar, wenn man stätig über Jahre schreibt.

    Jetzt schwabt das Thema auf Facebook und Instagram über mit diesem Follower-Wahnsinn. Ich muss ehrlich sagen, ich hab da nie mitgemacht. Seit 2004 gibt es mich und bei FB geh ich auf 700 und Insta auf 500. Es gibt Blogs die innerhalb einem Jahr das 10fache haben. Gut manchmal hab ich mich schon gefragt, bin ich der Trottel vom Dienst seit 3 Jahren veröffentliche ich wöchentlich, meine Followerzahlen sind im Vergleich weit hinten. Aber erstens blogge ich segrausig Jahren aus Leidenschaft und zweitens die 700 bzw 500 die ich habe mit zusätzlich die mit mir mitlesen sind mir tausendmal lieber, weil sie echte Follower sind. Sprich genau meine Zielgruppe. Tja, und die Kooperationspartner die auf die breite Masse setzen und Zahlen nicht richtig interpretieren zu wissen sind eh bei mir falsch bzw da mag ich eh nicht zusammenarbeiten, weil ich steh nicht auf hirnloses Msssenmarketing sondern auf zielgerichtetes Marketing. Soweit auch wenn noch mehr Bots- und Followerkaufmöglichkeiten kommen, ich bleibe gelassen, es wird noch viel Wasser die Donau runterlaufen und es wird immer Menschen geben die Qualität zwischen Quantität unterscheiden wollen.
    LG Doris
    (ps sorry für die fehler, tippsle gerade mit smartphone und meine autokorrektur ist die hölle ;-))

  • Reply Nathalie 30. März 2017 at 11:46

    Liebe Anna,

    MEGA! Endlich spricht dieses Thema jemand so offen an, es ist wirklich extrem nervig, was mit Instagram derzeit passiert.
    Erst heute habe ich einen Beitrag zum Thema Social Media veröffentlicht, nachdem ich auf einem Lebenslauf als Hobby „das Surfen in sozialen Netzwerken“ angeführt fand. Ich finde es erschreckend, in welche Richtung wir uns alle drehen, bzw. in welche Richtung soziale Netzwerke uns mittlerweile drehen. Vielleicht interessiert dich der Beitrag ja auch ein wenig. Hier kannst du reinlesen. http://lifewithnathalie.com/was-ist-nur-los/

    Liebe Grüße,
    Nathalie

  • Reply C'est Levi 30. März 2017 at 12:14

    Diese Social Balde Statistik sieht interessant aus. Leider kommen bei mir keine Ergenisse raus :D

    Liebe Grüße
    Katja

    http://www.cestlevi.blog | Follow me on Instagram

  • Reply Vanessa 30. März 2017 at 17:24

    Hey Anna! Ich sehe mir deine Beiträge schon seit einer Weile an, und finde sie meist unterhaltsam und informativ. Bei diesem Artikel muss ich allerdings sagen dass du dich mit dem Thema zu wenig auseinander gesetzt hast.

    Zu den Fake-Followern kann ich dir natürlich Recht geben. Es gibt nichts Dümmeres als Geld für etwas „Unechtes“ auszugeben. Beim Like/Comment/Follower Verhältnis kann man das ja auch schön beobachten. Profile die sich Follower kaufen werden entweder durch 0 Likes auf den Bildern enttarnt, oder müssen sich jedesmal Likes im passenden Verhältnis kaufen.

    Im Bezug auf Like-Bots kann ich dir aber nicht Recht geben. Tut mir leid das so zu sagen, aber in der Zeit in der du begonnen hast Youtube Videos hochzuladen war ALLES anders. Damals wurde einem nicht die Reichwweite durch soziale Netzwerke genommen. Zu der Zeit hatte man nicht das Problem nicht gesehen zu werden. Klar musste man sich auch damals ein Netzwerk aufbauen, aber wie man in einem deiner Videos (mit Luisa) gesehen hat, haben sich zu der Zeit Blogger einfach mit tausenden Kommentaren viral auf allen Websiten verewigt. „Echt“ sind solche Kommentare in 99% der Fälle nicht. Ich sehe so viele Blogger die täglich auf Seiten/Profilen/Blogs kommentieren nur um geshen zu werden, ich will gar nicht wissen wie viele es auf deiner sind.

    Ein Mensch der 5 Stunden täglich Kommentare auf anderen Seiten schreibt, kann mir nicht erzählen das aus reiner Interesse zu tun. Und auch Instagram schraubt zurück. Seit Facebook die Firma gekauft hat, wird auch hier die Reichweite drastisch gesenkt. Und so sieht man immer mehr Profile, welche früher täglich (wenn auch wenig) neue Follower bekommen haben, allmählich untergehen. Das was Instagram, Facebook, Youtube,… früher GRATIS hergegeben hat (Reichweite) darf man heute zahlen. Klar freuen sich etablierte Influencer darüber, sie haben ja schon die Reichweite und schaffen es immer wieder auf die Startseite, bzw zu den Vorschlägen, und werden somit gefördet. Menschen die damit aber erst beginnen werden im Keim erstickt.

    Und dann wundern sich Blogger wie du, warum solche Menschen an Reichweite gewinnen wollen? Ich denke dass jeder für sich selbst entscheidet ob er einer Seite folgen will oder nicht, aber wenn einem die Seite nicht vorgeschlagen wird (z.B. wie deine mir) kann man schwer folgen – weil man die Seite ja nicht kennt.

    Und genau darum werden Like-Bots mit der Follow-Unfollow Funktion heutzutage so oft verwendet – um andere auf seine Seite aufmerksam zu machen, weil der Instagram Algorhythmus das eben nicht mehr zulässt. Roboter Likes und Kommentare finde ich natürlich auch abstoßend, aber das Herum-Geschleime von Influencern auf Beiträgen die oft gesehen werden, ist auch nicht besser…

    Blogger liken und kommentieren bei anderen Bloggern, damit sie selbst gesehen werden, um sich vermarkten. Die nächste Firma die auf das Profil klickt denkt sich „ach wie viele Kommentare, die hat ja ne riesen Fanbase“. Und schon bekommt wieder irgendein Benutzer mit schlechtem Content einen Auftrag – und die überbelichteten Selfies von Leuten die eigentlich e niemanden interessieren häufen sich.

    Ich finde die Instagram-Welt heutzutage auch mehr als traurig, aber das Thema auf Like-Bots zu reduzieren, ist doch ein wenig oberflächlich.

    • Reply Anna-Laura Kummer 30. März 2017 at 17:48

      Hallo Vanessa,

      sehr interessante Sichtweise! Danke auf jeden Fall für dein Feedback – das sehe ich als tolle Ergänzung zu meinem Blogpost!
      Du betrachtest das ganze von einer anderen Perspektive und ich kann dir zu 100% zustimmen: Viele kommentieren heutzutage leider nur, um gesehen zu werden. Anders kann man einfach nicht auf sich aufmerksam machen. Aber wie du schon sagst: Ob man’s manuell macht, oder einen Like/Kommentar Bot benutzt, ist „ghupft wie ghatscht“ so zu sagen.

      Schade dass die Social Media Welt in so eine Richtung geht..

      Alles Liebe,

      Anna

  • Reply Lea 1. April 2017 at 15:09

    Liebe Anna!
    Ich bin zwar erst ganz am Anfang meiner Blogger-Karriere, aber bin jetzt schon oft schockiert wie viele Firmen sich auf solche Like Bots und gekaufte Follower einlassen. Ich denke mir dann immer, dass das ja irgendwann auch schädlich für die Firma ist, weil das ja sowieso jeder checkt. Ich denke mir, auch wenn ich jetzt noch keine atemberaubende Follower-Anzahl habe ist es mir doch viel wichtiger meinen Lesern guten Content zu überbringen und die, die’s wirklich interessiert, werden dann auch regelmäßig meinen Instagram Account besuchen.
    Danke dir auf jeden Fall für den Beitrag, ich finde du hast es wirklich auf den Punkt gebracht. Als Blogger sollten einen andere Blogs oder Instagram Accounts auch wirklich interessieren und ich glaube, dass wenn das der Fall ist, man sich auch gerne die Mühe macht den Blog zu durchstöbern und einen netten Kommentar hinterlässt :-)

    Alles Liebe,
    Lea :-)
    http://leachristina.com

  • Reply S.Mirli 4. April 2017 at 13:29

    Liebe Anna, da ist mir doch glatt SO ein Beitrag von dir durchgerutscht und wie du sagst, an dem Thema kommt man momentan einfach nicht vorbei. Das meiste wurde ja schon gesagt, das möchte ich nicht nochmal wiederholen, ich stimme dir und einigen Kommentaren vollkommen zu. Ich habe mir jeden einzelnen Follower hart erarbeitet, allerdings ist IG definitiv nicht mehr das, was es einmal war. Früher konnte man gekaufte Follower eindeutig enttarnen anhand der Likeanzahl der Bilder, das ist heute leider nicht mehr unbedingt aussagekräftig, Dank der tollen Algorithmen hat sich meine Likezahl ums dreifache gesenkt. Und mich ärgert nicht nur, dass meine Bilder keiner mehr zu sehen bekommt, weil in jedem wirklich viel Arbeit steckt, sondern ich folge den anderen ja, weil ich an ihrem Leben teilhaben möchte, weil ich den Content sehen möchte und das ist einfach nicht mehr möglich. Der einzige Punkt, den ich anders sehe: ganz ehrlich, ich like oft Bilder die anderen vielleicht seltsam oder nicht schön genug erscheinen, aber ich habe Follower, die mir von Anfang an folgen, jedes Bild liken und kommentieren, vielleicht sind ihre Bilder nicht gerade der Hammer, aber zurückzuliken ist oft das einzige, was ich zurückgeben kann, also like ich oft nicht weil mir das Bild gefällt, sondern als Respektgeste. Ich verurteile Followerkauf und Likekauf massivst, weil es den Sinn von IG und CO kaputtmacht, andererseits genau so funktioniert unsere Welt leider nunmal, traurig aber wahr, man kann offensichtlich doch alles kaufen, aber ob einen das glücklicher macht, ich will ja sehen, wer mein Bild wirklich mag?!
    Tja, wie es ausschaust, hast du mit dem Beitrag in ein Wespennest gestochen, man kann gar nicht NICHT seine Meinung dazu sagen, vielen Dank für deine offenen Worte, wenn sie nur die richtigen lesen würden!!!
    Alles Liebe und einen fabelhaften Nachmittag,
    x S.Mirli
    http://www.mirlime.com

    • Reply Anna-Laura Kummer 4. April 2017 at 14:50

      In Sachen „zurück-liken“ hast du sehr recht: Ich like auch oft als „Dankeschön“ die Bilde meiner Follower, wenn sie einen Kommentar unter einem meiner Bilder hinterlassen! :)

  • Reply Jule 5. April 2017 at 3:00

    Liebe Anna,
    ich finde es sehr schön, dass du so offen über dieses Thema redest. Was ich auch immer sehr nervig unter vielen Bildern finde, sind die Fragen „Sfs“ oder „LfL“. Das ist ja nicht mehr Sinn dieser Plattformen. Der Austausch und das ehrliche Feedback ist schon lange vorbei, bei gekauften Followern ist es ja klar, dass ich nur Likes bekomme und keine Kritik mehr.
    Mir hat dein Text sehr gut gefallen, vielen Dank für deine ehrlichen Worte!
    Liebe Grüße,
    Jule :)

  • Reply Lenka Dvorakova 7. April 2017 at 14:35

    Hallo liebe Anna,

    ich sehe es ganz anders. Manche Blogger schalten eben Werbeanzeigen um überhaupt bekannt werden zu können. Den nur mit ein paar Hashtags erreicht man die Leser/Zielgruppe/Follower nicht.

    Und zu den unechten Followern. Es gibt keine unechten Follower. Die Werbeanzeigen die man auf Facebook oder Instagram schaltet richten sich ausschlisslich an Personen wie Du und Ich. Das nennt man Social Media Marketing. Man will die Bekanntheit steigern, Image aufbauen usw. Wenn Ihr in Eurem Instagram Feed ein Post seht bei dem „gesponsert“ steht, ist es eben eine gestalltete Werbeanzeige um gesehen zu werden und um die Followerzahl anzukurbeln.
    Hatte früher ein Online Shop und habe eben über Facebook Werbeanzeigen gestalten, deshalb weiß ich das. Man sieht sogar auch aus welchen Ländern die neuen Follower sind und so weiter. Also das mit den gefakten Profilen ist nur Schwachsinn.
    Firmen, Personen des Öffentlichen Lebens, Blogger usw. wollen einfach durch Werbeanzeigen bei Ihren Zielgruppen Handlungen auslösen. Bin in der Medien und Werbebranche tätig, deshalb weiß ich es.

  • Reply Melli Kopf 9. April 2017 at 17:35

    Super Post ich glaube niemand gibt zu mal sich likes oder Follower gekauft zu haben, doch die meisten haben es (ich auch). Ich schätze es ist in unserer Gesellschaft einfach „normal“ sowas zu machen. Finde es aber wirklich super das du dazu so ehrlich drüber sprichst.
    Liebe Grüße Melli
    http://karra-mella.blogspot.de/

  • Reply Ron 14. April 2017 at 20:04

    Hi Anna,

    ich bin bei diesem Thema voll bei Dir. Diese Automatismen und gekauften Follower bringen letztlich nur mal kurzfristig eine hübsche Zahl. Ich habe das mit einem Account auch mal gezielt getestet. Diese Art Follower verschwindet auch wieder.

    Darüber hinaus hat Instagram mittlerweile Algorithmen entwickelt, um solche Methoden aufzudecken. Die Folge sind dann gesperrte Instagram Accounts.

    Es lohnt sich nicht und kostet letztlich nur sinnlos Geld.

    Viel besser ist eine vernünftige, ehrliche und sinnvolle Strategie und so wie in Deinem Fall eine aktive Community.

    LG
    Ronny

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