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Ich habe einen Hund adoptiert! (Fragen + Antworten)

Ich habe einen Hund adoptiert! (Fragen + Antworten)

Wie ihr vielleicht schon auf Instagram mitbekommen habt, habe ich vor zwei Wochen eine kleine Straßenhündin aus Thailand adoptiert. “War das spontan oder geplant? Wie heißt sie und welche Namen standen zur Auswahl? Wann kommt sie nach Wien und hast du überhaupt Zeit für einen Hund?” All diese Fragen möchte ich euch heute beantworten.

Vorab ein paar Fragen an euch, die ihr mir in den Kommentaren beantworten könnt: Habt ihr Empfehlungen für nachhaltige Hundemarken (für Bett, Napf, Leine, Halsband, Geschirr, usw.), hochwertiges Hundefutter und gute Hundebücher? Außerdem: Was ist eure Meinung zum Thema Hundeernährung?

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Q: Wie kam es dazu, dass du einen Hund adoptiert hast? War es eine spontane Aktion?

Meine Schwester hat vor einigen Jahren 3 Monate als Volunteer bei Lanta Animal Welfare gearbeitet. Als wir uns vor zwei Wochen zu Weihnachten in Koh Lanta trafen, wollten wir unbedingt das Animal Shelter besuchen. Eigentlich hatten wir beide nicht vor, uns einen Hund zu nehmen. Das rationale Denken hat dann aber ausgesetzt, als ich meine Hündin und ihre Geschwister während der Tour durchs Shelter erblickte.

Willow, die Mutter der 7 Puppies, wurde extrem unterernährt und mir einer Verletzung am Bein mit ihren Welpen am Straßenrand gefunden. Sie war erst 8 Monate alt und es war bereits ihr zweiter Wurf. Nachdem sie sterilisiert, medizinisch verpflegt und ernährt wurde, hat sie das Lanta Animal Welfare Team wieder freigelassen. Manche Hunde sind das Straßenleben gewohnt und angeblich war sie im Shelter einfach nicht glücklich.

Wir haben die Hunde mehrmals besucht und viel Zeit mit ihnen verbracht, um zu sehen, ob die Chemie zwischen uns passt. Und dann – am 25.12.2018 – haben wir die Papiere unterschrieben. Meine Schwester hat den Rüden Pinocchio adoptiert und ich seine Schwester Cinderella.

Q: Wie wirst du sie nennen und welche Namen standen zur Auswahl?

Für Disney-Liebhaber wahrscheinlich eine Tragödie, aber sie wird nicht wie bisher Cinderella heißen. Ich habe sie nach langem Überlegen Ellie getauft. Sie behält also ein bisschen etwas von ihrem Namen bei, bekommt allerdings einen kürzeren und Hunde-freundlicheren Namen. Außerdem passt der Name einfach perfekt zu ihr! :)

Zur Auswahl standen außerdem: Ella, Zoé, Mia, Lia, Tessa, Rubie, Sami und Lotta
Ihr Bruder heißt jetzt übrigens auch nicht mehr Pinocchio, sondern Chang!

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Q: Wie alt ist Ellie und welche Rasse ist sie?

Man schätzt, dass die Welpen Mitte September 2018 auf die Welt gekommen sind, also ist sie jetzt fast 4 Monate alt. Sie ist eine kunterbunte Straßenhundmischung! Ich habe ja schon ein bisschen Angst davor, wie groß sie schlussendlich wird… Aber das ist das schöne an Mischlingen – man weiß nicht, was einen erwartet.

Q: Hast du überhaupt Zeit für einen Hund?

Ja! Sobald ich von meiner Backpackingreise Ende Januar zurückkomme, bin ich wieder voll und ganz in Wien. Mein Freund lebt nicht mehr in New York und wird vermutlich im März nach Berlin ziehen. Ich bin aufgrund meiner Ausbildung zur Ernährungstrainerin für die kommenden Monate “gebunden”. Für 2019 habe ich bisher noch keine Reise gebucht. Wenn es wohin geht, dann (wenn möglich) nur innerhalb Europa. Sollte ich beruflich ins Ausland reisen, habe ich ganz viele tolle Menschen um mich herum, die mir Ellie abnehmen können. Längere Reisen sind allerdings nicht geplant.

Q: Warum nimmst du dir keinen Hund aus einem österreichischen Tierheim?

Die Frage kam oft. Es gibt da draußen so viele Hunde, die ein Zuhause suchen. Ich finde, man sollte nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen, der einen Hund aus einem anderen Land adoptiert. Man ermöglicht einem Tier ein besseres Leben und das ist – egal woher das Tier kommt – immer die Hauptsache.

Außerdem soll es in Thailand rund eine Million Straßenhunde geben, die sich ununterbrochen vermehren, Krankheiten bekommen und ums Überleben kämpfen. Hier findet ihr mehr Infos dazu und hier kommt ihr zu meinem Blogpost über das Straßenhund Problem in Koh Chang.

Ich fände es natürlich auch besser, einen Hund aus der direkten Umgebung zu adoptieren. Hätte ich Ellie nicht getroffen, wäre ich vermutlich zu einem Tierheim in Österreich gegangen. Aber es kam wie’s kam.

Q: Wie läuft so eine Adoption in Thailand ab? Ist es teuer?

Vor Ort hatten wir ein Gespräch mit der Adoptions-Managerin, die uns einige Fragen zu unserer Lebenssituation gestellt hat. Sie wollte wissen, ob ich schon Erfahrung mit Hunden hatte, wie groß meine Wohnung ist, wer auf den Hund schauen wird wenn ich nicht zuhause bin, usw. Danach wurden die Adoptionspapiere unterschrieben. Um den Adoptionsprozess zu finalisieren, musste ich die erste Anzahlung (rund 450 Euro) tätigen. Ellie hat zwar schon alle Impfungen, wartet momentan aber auf ihren Bluttest, der bestätigen soll, dass sie keine Tollwut hat. Das ist Pflicht für alle Hunde, die in die EU reisen. Leider muss man ab dem Zeitpunkt der Blutabnahme 90 Tage warten. Anschließend ist der Hund bereit, mit einem Flight Volunteer nach Österreich zu kommen.

Alles in allem wird es rund 700 Euro kosten. Von diesem Geld steckt sich die Organisation allerdings nichts ein. Davon werden die Impfungen, die Blutabnahme und der Flug bezahlt.

Q: Wirst du deinen Hund vegan ernähren?

Nein. Sie wird eine ausgewogene Ernährung haben, nicht vegan aber auch nicht zu fleischlastig. Ich muss mich da noch einlesen und bin auf Empfehlungen und Meinungen eurerseits gespannt.

Q: Wie und wann kommt sie nach Wien?

Wie oben schon erwähnt beginnt die 90-tägige Wartezeit, sobald sie den Bluttest hinter sich hat. Leider kann mir Lanta Animal Welfare nicht sagen, wann der Bluttest gemacht wird. Somit rückt das Datum leider jeden Tag weiter nach hinten. Ich rechne damit, dass sie Ende April gemeinsam mit ihrem Bruder nach Österreich kommen wird.

Um Ellie und Chang von Thailand nach Europa zu bringen, brauche ich einen Flight Volunteer. Also jemanden, der die beiden eincheckt und sie mir am Zielflughafen übergibt. Das ist mit keinen Extrakosten verbunden und erfordert minimalen Aufwand. Wenn ihr also Ende April von Thailand (Phuket, Krabi, Bangkok, etc) nach Wien, Süddeutschland, Prag oder Budapest fliegt, meldet euch bitte bei mir! Mehr Infos hier.

 

11 Comments
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  1. Victoria
    4 Monaten ago

    hi anna 😊
    ich freu mich echt für dich das du dich für sie entschieden hast! du wirst bestimmt viel freude mit ihr haben 😊 bin schon gespannt wie sie auf den ersten schnee reagiert😂
    wir haben selber zwei hunde (beagle) die inzwischen 10 jahre alt sind. sie wurden bis auf die letzten paar monate immer mit hochwertigen fleischnass bzw trockenfutter gefüttert. selber sind wir vegan, aber dachten uns immer hunde brauchen fleisch damit sie gesund bleiben. wir haben uns viel darüber informiert und schlussendlich doch dafür entschieden sie vegan zu ernähren. inzwischen gibt es sehr hochwertiges veganes futter, angereichert mit vielen vitaminen was eine mangelernährung ausschließt. sie haben seit der umstellung viel bessere verdauung und ihr fell ist viel weicher und glänzender. informier dich einfach mal😊 lg victoria

    • 4 Monaten ago

      Hi Victoria! Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Darf ich fragen, wo genau ihr euch diesbezüglich informiert habt und was ihr euren Hunden genau zum fressen gebt? :)

  2. Sandra
    4 Monaten ago

    Hallo :) Erst einmal finde ich es toll das du einem Hund ein zu Hause gibst und wie du selbst schreibst, überall suchen Hunde nach einem liebevollen Zuhause und manchmal verliebt man sich einfach auf den ersten Blick.
    Wir haben selbst vier Hunde in der Familie und wir haben uns damals, als der erste Hund kam, die Bücher von Anton Fichtlmeier geholt, der sein Training auf der Sprache zwischen Mensch & Tier auslegt, die kann ich dir auf jeden Fall sehr empfehlen! Was für einen Hund auch wichtig ist, egal welche Rasse, ist auch Training und das man den Hund nicht nur zum Gassi gehen zweimal am Tag rauslässt sondern ihn auch kopftechnisch fordert – unsere Hunde haben zb nie irgend etwas kaputt gemacht als sie noch jünger waren, weil sie ausgeglichen waren.
    Zum Thema Hundeernährung – der Hund ist ein Fleischfresser, du solltest ihn also auf jeden Fall so ernähren. Unsere Hunde bekommen Fleisch gekocht oder roh zusammen mit zb Haferflocken (nur kein Weizen oder Kartoffeln) und getrocknetem oder frischem Gemüse, immer mal wieder Pansen sowie Knochen und weder Trockenfutter noch Dosen. Das hört sich als Veganer vielleicht etwas “schlimm” an, ist aber wohl die gesündeste Ernährung für den Hund. Da würde ich aber mit dem Tierarzt sprechen, was das beste für den Hund ist – je nachdem was dein Hund arbeitet oder wie viel Bewegung er hat, hat er auch andere BBedürfnisse. Unsere Hunde sind täglich im Einsatz und wir trainieren viel mit ihnen, da brauchen sie mehr Futter als ein Hund, der nur zweimal am Tag spazieren geht und sonst in der Wohnung herumliegt.
    Ich hoffe das konnte dir ein wenig helfen :) Und mein Tipp ist – lies die Hundebücher unbedingt, bevor der Hund kommt damit du von Anfang an schon viel richtig umsetzen kannst.

    GLG Sandra

  3. 4 Monaten ago

    Ich habe mir auch gedacht, wie du es mit dem Reisen machen wirst, aber solange du Menschen hast, die sich um ihn kümmern und du nicht wochenlang wohin reist, wird es wahrscheinlich kein Problem sein.
    Liebe Grüße, Sandra / https://shineoffashion.com/
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

  4. 4 Monaten ago

    Manche Dinge kann man einfach nicht planen, die passieren und Ellie ist dir nunmal einfach passiert und ich freu mich riesig für euch beide. Da ihr ja schon einen Familienhund habt, weisst du ja auch, was auf dich zukommt und deshalb mach ich mir da gar keine Sorgen und jeder Hundehalter verreist auch mal, das ist einfach nur eine Sache der Organisation. Ich freue mich für Ellie, dass sie eine so liebe neue Familie gefunden habt, ganz ganz liebe Grüße, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.com

  5. julia
    4 Monaten ago

    Hi Anna,

    total cooler Beitrag, finde ich top! Wie du sagst, egal wo man sich einen Hund holt und ihm hilft, die Hauptsache ist, dass es ihm besser geht. Freue mich auf viele Beiträge und Videos. Gute Reise weiterhin, Julie

  6. 4 Monaten ago

    Liebe Anna, herzlichen Glückwunsch zu dieser wunderbaren Entscheidung! Wir haben auch eine junge Hündin und leben seit vielen Jahren vegan/vegetarisch. Oh habe mir lange überlegt, ob ich sie auch vegan ernähren soll und das auch eine Zeit lang gemacht. Mit dem Benovi Vegan Puppy Trockenfutter. Nach Absprache mit meiner Tierärztin und nach eigener Überlegung haben wir uns aber wieder dagegen entschieden. Das meiste vegane Futter kommt nicht aus Österreich und ist aus Soja, was für Hündinnen auf Dauer nicht gut ist. Wir haben entschieden unsere Hündin selbst zu ernähren und ihr Futter selbst zu bestimmen. Sie bekommt sehr viel frisches Obst und Gemüse und wir kaufen frisches Fleisch bei einem Bio-Bauern, wo wir wissen woher die Tiere kommen, wie diese leben und geschlachtet werden. Wir wollen ihr kein Fleisch geben, bei dem das Tier wie ein Produkt behandelt wurde. Seit sie sich so ernährt ist sie wahnsinnig gesund und es fehlt ihr an nichts! Sie bekommt zweimal in der Woche einen Knochen und sonst statt Knochen eine ganze Karotte und das liebt sie! Als Snacks geben wir ihr Apfel und Banane und manchmal eine Cashewnuss und auch das liebt sie und wir brauchen keine blöd hergestellten Leckerlies für sie kaufen :-) Wenn du noch mehr Fragen hast, können wir uns gerne am 30. bei unserem Eco-Treffen darüber weiter unterhalten :-) alles Liebe und eine gute Ankunft zu Hause :-) Johanna

    • 4 Monaten ago

      Hallo Johanna,

      super, danke für deinen Erfahrungsbericht! Ich werde sie auch nicht vegan ernähren, allerdings weiß ich nicht, ob ich es schaffen würde, Fleisch für sie zuzubereiten… ich probiere es wahrscheinlich mal mit dem Dog’s Love Bio Futter.

      Plaudern wir dann gerne noch beim Treffen! :)

      Alles Liebe,
      Anna

  7. Jessica
    4 Monaten ago

    Hallo! :)

    Also mein kleiner Vierbeiner liebt das Biofutter von “Oscar & Trudie”. Das kann ich wirklich sehr empfehlen :)

    Liebe Grüße
    Jessica

  8. […] Der Hauptgrund, weshalb wir unseren Aufenthalt von 7 Tagen auf 3 Wochen verlängert haben, ist die Adoption meiner Hündin Ellie. Die Verlängerung hat mich aber keineswegs gestört – im Gegenteil! Wir hatten eine tolle […]

  9. […] gesehen und war hin und weg. Wie die Adoption verlaufen ist, erkläre ich hier in Videoform und hier in Form eines Blogposts. Ich habe außerdem ein Video gefilmt, in dem ich all ihre Sachen (Bett, […]