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Sa Pa, Vietnam: alles was du wissen musst

Sa Pa, Vietnam: alles was du wissen musst

Bilder [aus Sa Pa] sagen mehr als tausend Worte.

Ist Sa Pa sehenswert? Auf jeden Fall! Ist es wichtig, dass man sich vorab gut informiert, um das Beste aus der Erfahrung herauszuholen? Definitiv!

Die Stadt Sa Pa ist ganz nett – eine Gebirgsstadt im Hoàng Liên Son-Gebirge nördlich von Hanoi mit einer atemberaubenden Reisterrassenlandschaft. Was mir nicht gefallen hat? Die Stadt ist sehr touristisch, es ist sehr schwer, veganes Essen zu finden und die Müllverschmutzung ist extrem. Daher meine Empfehlung: Raus aus der Stadt, rein in die Natur! Die Umgebung Sa Pa hat nämlich mehr zu bieten als die Stadt. Wie ihr das genau angeht, erzähle ich euch weiter unten.

Wie viel Zeit sollte man für Sa Pa einplanen?

Die meisten Touristen fliegen nach Hanoi und nehmen dann morgens den Bus von Hanoi nach Sa Pa. Den Bus kann man ganz einfach über 12go asia buchen. Ich empfehle, nach Ankunft die Stadt zu besuchen und bei Vietemotion Abendessen zu gehen. Am nächsten Tag startet ihr am besten eine Trekking Tour mit Sa Pa Sisters. Entweder 1 oder 2 Nächte Trekking, Rückkehr um 15 Uhr, anschließend entweder eine Nacht in Sa Pa oder gleich nach Hanoi mit dem Bus.

Meine Unterkunft-Empfehlung findet ihr hier.

Mein größter Tipp ist es, nur ein oder zwei Nächte in Sa Pa Stadt zu verbringen. Es ist zwar eine idyllische Stadt im gebirgigen Nordvietnam und mit der richtigen Unterkunft ist man dort bestimmt gut aufgehoben, aber die Stadt hat auch viele Nachteile.

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Was mir an Sa Pa nicht gefallen hat:
  • Tagesausflug alleine, ohne Guide, war bei uns eher erfolglos – es gibt kaum Karten/Routen.
  • Essen (vegan ist schwer, außer man hat einen Guide, der übersetzen/erklären kann)
  • Müllverschmutzung ist enorm
  • Sa Pa Stadt ist sehr touristisch, sehr viele Kinder, die dir Dinge verkaufen wollen (und dafür auf Schule verzichten)
Was mir an Sa Pa gefallen hat:
  • unglaublich traumhafte Reisterrassen
  • Interessante Kultur
  • Zwei-Tages Trekking mir Sa Pa Sisters
Sa Pa Sisters Trekking

Die zweitägige Trekking Tour mit Sa Pa Sisters war eines der Highlights unserer Reise und ich lege es jedem ans Herz, der nach Vietnam reist. Zwei Tage waren wir in den Reisterrassen unterwegs, hatten unseren eigenen Guide und konnten diverse Bräuche hautnah miterleben. Geschlafen haben wir in einem Homestay im Gebirge, gemeinsam mit anderen Gästen, die mit ihren Guides auf Trekking-Tour waren.

Unsere Reiseführerin konnte super Englisch und hat uns sehr viel über ihre Traditionen, die Landschaft, Pflanzen, Region und vieles mehr erzählt. Sie konnte uns all unsere Fragen beantworten und hat somit dazu beigetragen, dass wir ihre Kultur sehr gut kennenlernen konnten.

Die 11 Völker in Sa Pa

Es gibt rund um Sa Pa 11 „Tribes“ – jeder davon spricht eine andere Sprache und trägt eine andere Kleidung. Ihren Tribe, den Hmong Tribe, haben wir besucht und hatten das „Glück“, bei einem Begräbnis dabei sein zu können. Begräbnisse sind dort nämlich nicht unbedingt traurige Angelegenheiten. Im Gegenteil: der gesamte Ort versammelt sich, trägt traditionelle Kleidung (zumindest die Frauen, Männer sind nicht dazu verpflichtet), schlachtet einen Wasserbüffel und trinkt ganz viel „happy water“ (selbst gemachter Reiswein, den sie in alte Plastikflaschen einfüllen).

Als Lam, unser Guide, uns von ihrer Ehe erzählt hat, ist uns die Kinnlade heruntergefallen. Dass Frauen wenig Mitspracherecht haben und oft zwangsverheiratet werden war uns irgendwie bewusst, aber dass es noch schlimmer dort zugeht konnten wir nicht ahnen. Sie wurde von einem fremden Mann gekidnappt, hat sie uns erzählt. „Das ist ganz normal bei uns. Wenn du ihm gefällst und noch nicht verheiratet bist, holt er seine Freunde und schnappt dich einfach.“ viele Frauen können mit diesem Schicksal nicht leben und begehen Selbstmord. Während unserer Wanderung zeigte sie uns eine kleine grüne Pflanze: „Diese Blätter essen sie. Drei Blätter und du stirbst. Sie sind extrem giftig und oft der einzige Ausweg für diese Frauen. Sie gehen in die Berge, um zu sterben.“ Denn eine Scheidung steht nicht zur Auswahl. Deine Eltern nehmen dich nicht zurück und dein Tribe würde keine geschiedene Frau akzeptieren.

Es ist ein Wahnsinn, wie fröhlich und positiv Lam ist – und das trotz ihrem “Schicksal”. Die Wanderung mit Sa Pa Sisters war sehr augenöffnend. Die Landschaft, die Kultur… es war alles in allem eines der Highlights unserer Reise!

3 Comments
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  1. 3 Monaten ago

    So ein toller Beitrag und super Bilder! Schade, dass es nicht wirklich veganes Essen gab, aber dafür war die Reise sicher ein Erlebnis!
    Liebe Grüße, Sandra / https://shineoffashion.com/
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

  2. Alex
    3 Monaten ago

    Sorry, aber ich hab selten so einen unreflektierten Bericht gelesen – ich lab das Gefühl, dass ausser die Suche nach veganen Restaurants bei dir beim Reisen nicht sehr viel hängen bleibt. Oberflächliche Kommentare wie “interessante Kultur”, “Kinder, die auf die Schule verzichten” usw.
    Das ist ein sehr trauriger Output, wenn man so viel auf Reisen sein kann wie du…dein Weltbild ist trotzdem sehr sehr klein geblieben.

    • 3 Monaten ago

      Tut mir leid dass du das so empfindest. Ich kann dir garantieren, dass bei mir sehr viel mehr “hängenbleibt” als vegane Restaurants und co.